Die Faktenwerkstatt kurz kennenlernen?

Das geht: Auf dem Demokratie-Festival wird der Gobelinsaal im Neuen Rathaus in Hannover zur Faktenwerkstatt:

Wie entstehen Nachrichten? Wie checkt man Quellen? Wie arbeiten Journalistinnen?

Alles über Fake-News und Lückenpresse in unseren Workshops um 11 Uhr, 12 Uhr und 13 Uhr am 2. Juni 2017

 

 

Aktuell wird die Faktenwerkstatt bundesweit ermöglicht durch die Robert-Bosch-Stiftung.
Aktuell wird die Faktenwerkstatt bundesweit ermöglicht durch die Robert-Bosch-Stiftung.

In der Faktenwerkstatt von Politik zum Anfassen e.V. lernen Schülerinnen und Schüler den Umgang mit Nachrichten im Internet und ihre Bewertung. Zwei Tage lang haben die jungen Menschen die Möglichkeit, verschieden Seiten des Journalismus und der Recherche-Arbeit kennenzulernen: Fakten checken, selber berichten, aber auch mit Bildern lügen und eigene Nachrichten produzieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, wie man Nachrichtenfilme selbst macht mit dem iPad und wie man gute von fragwürdigen Quellen unterscheidet.

 

Dieses Programm klärt Kinder und Jugendliche darüber auf, wie Nachrichten entstehen und macht sie fit dafür, alles zu hinterfragen, was sie hören und lesen. Fundiert, Kompetenzen erweiternd und mit ganz viel Spaß. Nachrichtenkompetenz im postfaktischen Zeitalter der Fake-News. Mit Effekt für die ganze Schule.

 

Die Faktenwerkstatt schlägt einen großen Bogen von der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler als Nachrichten-Konsumenten zur aktiven Produktion von eigenen Formaten und dem Kontakt zu Journalistinnen und Journalisten. 

 

Denn Nachrichten werden von Jugendlichen hauptsächlich in der Facebook-Timeline, bei Instagram oder Snapchat konsumiert. Durch die Autoplay-Funktion werden News-Videos häufig ohne Ton gesehen, müssen ohne Ton funktionieren. Dienste wie "NowThis" haben begonnen, Meldungen so aufzubereiten, dass sie extrem verkürzt und mit Text-Einblendungen funktionieren. 

 

So selbstverständlich die jungen Menschen mit elektronischen Medien umgehen, so sehr fehlt die Kompetenz, Information von Meinung oder falscher Behauptung, professionellen Journalismus von zwielichtigen Quellen zu unterscheiden. Kurz: Nachrichtenkompetenz.

 

Und wo Schule sich mit diesem Thema (selten genug) beschäftigt, stehen häufig „klassische“ analoge Medien im Fokus. Schülerinnen und Schüler aber informieren sich an vorderster Stelle im Internet, hauptsächlich in sozialen Netzwerken.

 

Wer alles, was ihm dort begegnet, für bare Münze nimmt, allen Quellen gleichen Stellenwert einräumt und gar kein Handwerkszeug hat, Meldungen zu hinterfragen, einen Quellencheck durchzuführen, wer keine Vorstellung davon hat, wie Journalisten arbeiten und was eine Nachricht für einen „Wert“ hat, der ist wirklich im „post-faktischen“ Zeitalter angekommen, was landauf landab apostrophiert wird. 

 

Daher halten wir die Vermittlung von Nachrichtenkompentenz aktuell als wichtigste Aufgabe der politischen Bildung, um jedem einzelnen Schüler ein Instrumentarium an die Hand zu geben, seiner Filterblase zu entkommen und sich selber ein Bild von der (medialen) Wirklichkeit zu machen.

 

 

Wir haben noch freie Termine für 2017. Jetzt gleich anfragen:

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